Warum es die perfekte private Krankenversicherung nicht geben kann…

Warum es die perfekte private Krankenversicherung nicht geben kann…

Bei Kundengesprächen kristallisieren sich meist diese drei Wünsche an eine private Krankenversicherung heraus:

,,Der private Krankenversicherungstarif soll viel Leistung bieten, der Beitrag soll niedrig sein und bitte langfristig stabil bleiben.’

Diese drei Wünsche sind absolut nachvollziehbar, aber in der privaten Krankenversicherung nicht miteinander vereinbar.

Warum es die perfekte Krankenversicherung nicht geben kann, erfahren Sie hier.

 

Wenn Sie sich für einen Krankenversicherungstarif mit viel Leistung und einem niedrigen Beitrag entscheiden, dann kann der Tarif im Umkehrschluss nicht beitragsstabil sein.

Der Versicherer hat in einem solchen Tarif schließlich niedrige Einnahmen und hohe Ausgaben, also dauert es nicht lange bis die Krankenversicherungsbeiträge überdurchschnittlich angepasst werden müssen.

 

 

 


Wenn der Versicherer Ihnen eine private Krankenversicherung anbietet, die eine stabile Beitragsentwicklung und einen niedrigen Beitrag bietet, so müssen Leistungen limitiert oder ausgeschlossen sein.

Nur wenn der Krankenversicherer die Leistungen des Tarifs limitiert hat, kann der Beitrag dauerhaft niedrig bleiben.

Dies kann zum Beispiel durch

  •  fehlende Leistungen (z.B. keine Naturheilverfahren versichert, eingeschränkter Hilfsmittelkatalog)
  •  Selbstbeteiligungen (hohe generelle Selbstbeteiligung und bei bestimmten Leistungsarten zusätzliche Eigenanteile)
  •  Leistungslimitierung (z.B. maximal 20 psychotherapeutische Behandlungen, Preis-Leistungsverzeichnis bei Zähnen und  Heilmitteln)

erreicht werden.

 

 

 

Bei einem Tarif mit viel Leistung und einer stabiler Beitragsentwicklung kann der aktuelle Monatsbeitrag hingegen nicht sehr niedrig sein.

Wenn die private Krankenversicherung ihnen viel Leistung und einen stabilen Beitrag bietet, dann kann der zu zahlende Monatsbeitrag nicht der günstigste am Markt sein.

Dafür erhalten Sie aber in der Regel ein gutes Leistungsniveau und es sind nur moderate Beitragsanpassungen zu erwarten. Diese private Krankenversicherung stellt oft einen guten Kompromiss dar.

 

Fazit

Wenn Sie dieses Prinzip kennen, dann fallen Sie auch nicht auf die Lockangebote einiger Unternehmen herein, die vorgeben den perfekten Tarif im Programm zu haben.

Oft werben diese nämlich genau mit diesen drei Kriterien: günstiger Beitrag, sehr gutes Leistungsniveau und eine hohe Beitragsstabilität.

Aber es gibt zumindest private Krankenversicherungstarife, die einen guten Kompromiss darstellen.

Solche Krankenversicherungstarife verfügen über ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und eine solide Beitragsentwicklung in der Vergangenheit. Diese Tarife können dann zwar nicht auch noch den günstigsten Monatsbeitrag aufweisen, sind aber für das Leistungsniveau dennoch preiswert.

TIPP: Der Wechsel in die private Krankenversicherung sollte wohlüberlegt sein und die Auswahl des passenden Anbieters und Tarifs ist von zentraler Bedeutung. Spätere Korrekturen kosten viel Geld, da bei einem Wechsel der Versicherungsgesellschaft ein Großteil Ihrer Alterungsrückstellung verloren gehen.  

Nehmen Sie sich daher ausreichend Zeit und holen Sie sich kompetente Unterstützung. So erhalten Sie einen echten Marktüberblick und vermeiden kostspielige Fehler.

 

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